Beim Mietrecht geht es in der Praxis meist um die (zeitweise) Überlassung von Wohn- und/oder Gewerbe-/Geschäftsräumen. Dabei ist für solche Gebrauchsüberlassungsverträge die Entgeltlichkeit wichtigstes Kriterium und unterscheiden sich so von der Leihe, bei der der Gebrauch einer Sache unentgeltlich erfolgt.

Die Hauptpflicht des Vermieters im Rahmen eines Mietvertrages ist es die vermietete Sache dem Mieter in mangelfreiem Zustand zu überlassen. Die Hauptpflicht des Mieters stellt sich dabei als die Zahlung, meist einer Geldmiete für die Überlassung, z. B. des Wohnraums dar.

Eine weitere Pflicht des Vermieters ist es die vermietete Sache zu erhalten bzw. Mängel nach Kenntnis zu Beseitigen. Schönheitsreparaturen können dabei auf den Mieter abgewälzt werden. Pflicht des Mieters ist es dabei hingegen die Mängel an der Mietsache dem Vermieter anzuzeigen und diesen zur Beseitigung aufzufordern. Gleichzeitig berechtigt das Vorliegen eines Mangels den Mieter die Miete zu mindern.

Eine weitere wichtige Pflicht an den Vermieter stellt die Erstellung der Nebenkostenabrechnung dar. Macht er dies nicht innerhalb des gesetzlich vorgegebenen Zeitraumes, schuldet der Mieter weder eine Nachzahlung für das vergangene Jahr, noch die Vorauszahlung für das kommende Jahr. Darüber hinaus kann er bereits gezahlte Vorauszahlungen für das vergangene Jahr zurückfordern, um den Vermieter zur Erstellung der Nebenkostenabrechnung für das vergangene Jahr, weswegen der Vermieter binnen zwölf Monaten nach Beendigung des Abrechnungszeitraumes die Abrechnung zügig erstellen sollte. Der Mieter kann bei Fehlern in der Abrechnung Einwände geltend machen. Bezüglich getätigter Zahlungen und noch zu erwartender Zahlungen gilt das zuvor Gesagte.

Unsere Kanzlei ist für alle Mietrechtsstreitigkeiten sowie Wohnungseigentumsstreitigkeiten, z.B. bei Problemen aufgrund Mängelhaftung als auch bei fehlerhaften Nebenkostenabrechnungen der richtige Ansprechpartner für Sie.